Australien

Australien-Tour 1993

Eine tolle Reise mit überwältigenden Eindrücken erlebten 26 Musiker und ihre Begleiter auf ihrer Tournee nach "Down under".

Begonnen hatte diese Reise allerdings katastrophal. Auf dem Weg zum Frankfurter Flughafen hatte der Wagen mit dem Instrumenten-Container einen Plattfuß. Für einen Hunderter und ein paar Bierchen wurde auf der Raststätte schnell ein alter Kieslaster samt Fahrer gechartert, der die Instrumente noch rechtzeitig am Flughafen ablieferte. Doch dort wartete schon das nächste Problem. Die Fluggesellschaft wollte die 800 kg schwere Fracht nicht wie mit dem Reiseleiter vereinbart, kostenlos transportieren, sondern forderte 32.000,- DM. Ein Teil der Utensilien wurde daraufhin auf das Handgepäck verteilt, der Rest dann doch noch mit Geduld und Überredungskunst ins Flugzeug geschafft. Spätestens nach der Landung in Melbourne war der Ärger dann aber vergessen, denn dort wartete Ludvik Jablonski bereits mit einem großen Begrüßungstransparent. Noch am Tag der Landung begeisterte das Orchester die Gäste im deutschen Club Tivoli in Melbourne, obwohl man 55 Stunden nicht geschlafen hatte. An Schlaf war auch in den folgenden Tagen kaum zu denken, denn das Programm war gespickt mit vielen Höhepunkten ,die sich keiner entgehen lassen wollte. So folgte bereits am zweiten Tag ein Ausflug zum 130 km von Melbourne entfernte Phillip Island. Allabendlich gibt es hier ein besonderes Schauspiel zu sehen. Tausende Zwergpinguine watscheln zielstrebig an den Zuschauern vorbei zu ihren Brutplätzen in den Dünen.

In den ersten Tagen, auf dem Weg von Melbourne über Canberra nach Sydney folgten weitere sieben Konzerte, unter anderem ein Open-Air-Konzert am Ostersonntag vor der weltbekannten Oper im Darling Harbour in Sydney. Dort unternahm die Villmarer Reisegruppe auch eine Fahrt inklusive Meuterei mit dem aus dem Kinofilm bekannten Segelschiff „Bounty“. Das interessanteste Konzert der Tournee war jedoch ein Gemeinschaftskonzert mit der "Liedertafel Arion" einem deutschen Chor aus Melbourne in der riesigen Robert-Blackwood-Hall.

 

 

 

Im Anschluss an die Konzerttournee folgte dann der erholsamere Teil der Reise.

Von Sydney aus ging es per Flugzeug zunächst ins Land der Aborigines zum Ayers Rock, dem Heiligtum der Ureinwohner. Ein Besuch beim "Royal Flying Doctor Service", den aus dem TV bekannten "Fliegenden Ärzten" durfte natürlich nicht fehlen. Nach einem Barbecue im Outback, bei dem einige sich auch im Werfen eines Bumerangs versuchten, ging es dann weiter in den tropischen Norden Australiens, nach Cairns ans "Great Barrier Reef" zum Baden und Schnorcheln. Neben einem Ausflug im ca. 40 Jahre alten Amphibienfahrzeug durch den Regenwald stand auch noch eine Bootsfahrt zu einer der vorgelagerten tropischen Inseln auf dem Programm.

Nach einer Zwischenlandung in Singapur, wo noch Zeit für eine Stadtrundfahrt blieb, gelangten die Musikanten dann nach dreieinhalb Wochen voller neuer Impressionen wieder in ihre Heimat nach Villmar zurück.