USA

USA-Tour 1998

 

44 Aktive und Begleiter des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Villmar nahmen an der dritten großen Konzertreise teil, die quer durch die USA führte und zu einem eindrucksvollen Erlebnis wurde.

Müde, aber gut gelaunt traf sich die Reisegruppe an einem frühen Morgen am Rathausplatz in Villmar zur Abfahrt.

Nach einem anstrengenden achtstündigen Flug landete man in Chicago, von wo aus es direkt nach Minneapolis weiterging. Dort hatten wir die Möglichkeit zum „Power-Shopping“ im größten Einkaufszentrum der USA, der „Mall of America“. Die letzte Etappe dieses langen Tages bildete die Fahrt zu unserem ersten Hotel in Mankato/Minnesota.

Für die Aktiven begann nun der arbeitsreichste Teil der Reise: das Heritage-Fest in New Ulm, eines der größten Volksfeste der USA. New Ulm wurde einst von deutschen Auswanderern gegründet und es zeigt sich dort auch heute noch ein großes Interesse an deutscher Musik.

Bei den vielen Auftritten, die wir während der drei Tage des Festes hatten, erlebten wir ein hervorragendes Publikum. Sehr erstaunt waren wir, als wir gleich zu Beginn Besucher in bayerischer Tracht erblickten, die zudem noch alle Volkslieder auswendig mitsingen konnten.

Den krönenden Abschluss des Heritage-Festes bildete die große Festparade am Sonntagnachmittag durch die gesamte Stadt. Wir lösten mit unserer Musik eine so große Welle der Begeisterung aus, dass der Veranstalter die Verdopplung der Gage vorschlug und uns überdies zu einer Jubiläumsveranstaltung in zwei Jahren einlud.

Erschöpft von der Hitze und geplagt von den Moskitostichen brachen wir am Montagmorgen nach Hannibal, im Staat Missouri, auf. Dort trafen wir zwar etwas verspätet ein, wurden aber dennoch von unseren Gasteltern herzlich in Empfang genommen.

Diese zwei Tage boten uns die Möglichkeit, das Familienleben der Amerikaner kennen zu lernen. Tagsüber besichtigten wir die Sehenswürdigkeiten der Geburtsstadt Mark Twains. Am Abend gaben wir zu Ehren der Gastfamilien ein Konzert, das auch von der Bevölkerung gut aufgenommen wurde und auch in der Presse große Beachtung fand.

Unser letztes Gastspiel gaben wir in einem Veteranenclub in Springfield, der Hauptstadt des Staates Illinois. Auch hier kam das Orchester beim Publikum so gut an, dass es nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne gelassen wurde.

Der nächste Tag führte uns zurück nach Chicago, wo wir von einem der höchsten Gebäude der Welt, dem „Sears-Tower“, einen wunderbaren Ausblick über die Stadt bei Nacht genießen konnten.

In der zweiten Woche begann für uns der erholsame teil der Reise. Ein Inlandsflug brachte uns nach Las Vegas.

Die große Spielerstadt besichtigten wir zu einem späteren Zeitpunkt, denn zunächst führte uns unsere Fahrt in verschiedene Nationalparks.

Uns wurde eine ganz andere Seite von Amerika gezeigt, die uns bisher nur aus Western-Filmen bekannt war. Den Auftakt bildete der „Valley of Fire State Park“, der für seine roten Felsen und 5000 Jahre alten Felsmalereien berühmt ist.

Die nächsten Ziele waren der „Zion Nationalpark“, der „Grand Canyon“, der „Bryce Canyon“ und der „Yosemite Nationalpark“, deren Eigenarten uns allen wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben werden. Wir nutzten die Gelegenheit zum Wandern und Picknicken, wo uns sehr zutrauliche und hungrige Streifenhörnchen begegneten.

Wir konnten es kaum glauben, dass neben all diesen gewaltigen Naturparks eine Stadt wie Las Vegas entstehen konnte. Diese künstlich erschaffene Spielermetropole erwacht erst in der Dunkelheit zum Leben. Denn dann erst wird einem die Fülle an Casinos und Themenparks bewusst. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Uns wurde von der Freiheitsstatue über den Eiffelturm bis hin zur Pyramide von Gizeh alles geboten. Um alle Attraktionen zu sehen, war eine Nacht fast zu wenig.

Weiter ging es mit dem Bus in Richtung San Francisco. Ein Abstecher führte uns ins „Death Valley“. Bei Temperaturen über 50 Grad erkannten wir den Ursprung des Namens „Tal des Todes“. Mittlerweile waren schon zwei Wochen unserer Reise vergangen.

In San Francisco hatten wir genug Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Erwähnenswert dabei sind: Chinatown, Fisherman´s Wharf, die CableCars und das Wahrzeichen der Stadt, die Golden Gate Bridge.

Wir fuhren auf dem Highway No. 1 an der Pazifikküste entlang in Richtung San Diego und legten einen Zwischenstop in Hollywood ein, wo wir über den „Walk of Fame“ spazieren konnten.

Unsere letzte Station war die nahe der mexikanischen Grenze gelegene Großstadt San Diego. Ob „Sea World“, ein Rieseneinkaufszentrum oder einfach ein erholsamer Tag am Strand der Pazifikküste, die Stadt hatte für jeden etwas zu bieten.

Nach einem Abschieds-Dinner traten wir am nächsten Morgen leider schon die Heimreise an. Abschließend bleibt noch zu sagen, dass auch diese dritte große Konzertreise des Blasorchesters eine rundum gelungene Sache war, die allen Teilnehmern noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.